Gehört “Der Islam” zu Deutschland?

Teilen
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Das ist die große Frage, die die Gesellschaft spaltet. Gehört der Islam wirklich zu Deutschland? Manche sagen “Nein”, andere sagen “Ja”. Was sage ich? “Jein”.

Wie, was? Bist du behämmert?

Es ist ganz einfach: Keine Religion gehört explizit zu Deutschland. Der Staat an sich hat in Sache Religion ganz einfach nichts zu schaffen. Ein Staat hat neutral zu bleiben und sich in die Glaubenswelt der Bürger nicht einzumischen, solange von diesen Gemeinschaften keine unmittelbare Gefahr ausgeht. Auch die Gesellschaft hat sich nicht darin einzumischen. Es geht schlicht und einfach keinen was an, was der Einzelne oder eine Gruppe von Leuten glaubt. Nein, der Islam verursacht keine höhere Gefahr für Radikalismus. Dieser Radikalismus wohnt allen Überzeugungen, egal ob Religion oder Ideologie, inne. Man findet Radikalismus sowohl im Christentum, im Judentum, Hinduismus, als auch im Nationalismus, Libertarismus und allen anderen Überzeugungen.

Aber was gehört denn nun zu Deutschland?

Zu Deutschland gehört die Religionsfreiheit und die Meinungsfreiheit. Einfach ausgedrückt die “Freiheit des Einzelnen”. Es steht jedem frei seinen Glauben zu wählen, selbst wenn es der Islam ist. Wenn Bauer Sepp Hinterdobler (Name frei erfunden) aus Fickenhof meint, dem Islam beizutreten, so ist das seine persönliche Sache. Wenn ein Zuwanderer aus den arabischen Staaten seiner Religion nachgeht, dann ist das auch seine persönliche Sache. Diese Freiheit steht jedem zu und eben diese Freiheit gehört zu Deutschland.

Aber du bist doch Atheist! Warum verteidigst du <Glaubenssystem einfügen>?

Soll es wieder so werden?
WikiImages / Pixabay | Soll es wieder so werden?

Solange niemand durch die Straßen trampelt und gegen ausgewählte Gemeinschaften hetzt (wie Lutz Bachmann, Pierre Vogel, Von Storch, etc.), gibt es mit religiösen oder ideologischen Bekenntnissen kein Problem. Solange diese Bekenntnisse niemanden schaden und keine effektiven medizinischen Behandlungsmethoden verhindern, gibt es kein Problem. Nochmal: Es steht jedem frei, zu glauben was er/sie will. Das geht grundsätzlich niemanden was an.

Warum machst du dich dann über <xyz> lustig?

Auch hier gilt wieder: Solange es niemanden schadet, darf man sich lustig machen über was auch immer man will. Religionen und Ideologien sind Ideen. Über Ideen kann man sich lustig machen. Nicht aber über die Personen, die dem nachgehen. Klar, darf man die Person ein wenig aufziehen, solange es nicht beleidigend wird. Es ist nun mal ein Unterschied, ob ich zu einer Nonne sage “Du siehst aus wie’n Pinguin” oder ob ich sage “Geh sterben, dumme kinderfi…nde Katholenfo…”. Ich stech immerhin auch keinen ab, nur weil mich jemand im Spaß als “Ungläubiger Heide” oder “linksgrünversiffter Gutmensch” bezeichnet.

Die Aufzieherei hat jedoch klar definierte Grenzen, die beginnen da, wo die Würde des Menschen im Vordergrund steht. Dafür braucht es keinen Richterspruch, die Grenzen ergeben sich aus dem viel gerühmten “gesunden Menschenverstand”. Oder wie es meine ehemaligen esoterischen Freunde formulierten: “Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.” Ich gebe zu, dass ich mich auch nicht immer dran halte. Aber ich versuche es.

Aber wie verhindern wir sonst islamistische Anschläge?

Wie verhindern wir rechte Anschläge? Wie linke Anschläge? Christliche, hinduistische, jüdische, oder was auch immer? Die Frage ist falsch gestellt. Die Frage sollte lauten, “Wie vermeiden wir Radikalisierung?”. Definitiv NICHT, indem wir bestimmte Personengruppe isolieren oder denen die Türe vor der Nase zuschlagen. Anschläge vollständig verhindern wird in absehbarer Zeit nicht möglich sein. Es wird immer Irre geben, die durch irgendeinen Umstand an Waffen kommen. Es wird immer Idioten geben, die sich in Gruppen radikalisieren. Daher ist die einzige berechtigte Frage eher “Wie können wir das vermeiden?”. Nein, nicht durch erhöhte Sicherheitsvorkehrungen und mehr Überwachung. Auch nicht durch den Ausschluss von Personen einer bestimmten Religion/Ideologie. Und schon gar nicht durch noch mehr Bildung. Selbst Akademiker sind teils dumm genug sich dem Radikalismus anzuschließen. Dies ist kein “Arme-Leute-Problem”.

falco / Pixabay | Zusammenhalt ist gefordert!

Vermeiden lässt sich die Radikalisierung eher durch Inklusion und Integration. Nehmt die Leute verdammt noch mal an die Hand und zeigt ihnen euer geliebtes Deutschland. Nicht “Eine Armlänge Abstand”, sondern ein “High-Five zum feierlichen Willkommen im Club”. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass jemand der einen großen Freundeskreis hat und viel Unterstützung desselben erhält, sich ganz plötzlich per Bombengürtel zu den 72 Fachinformatikern sprengt. Aber auch umgekehrt gilt: Zwingt keinen ständig überall mit zu laufen. Lasst den Leuten auch mal ihre ruhigen Stunden, wenn sie es wünschen. Freier Wille und so Zeugs…

In diesem Sinne: Seid Willkommen, liebe Syrer, Afghanen, Iraker, Afrikaner oder wo auch immer ihr alle herkommt. Seid Willkommen und helft uns die Idee einer freien europäischen Gemeinschaft zu verwirklichen. Vielleicht schaffen wir irgendwann sogar eine freie Weltgemeinschaft. Mal sehen…

P. S.: Und seien wir mal ehrlich. Die Moschee im Titelbild sieht doch geil aus, oder? Also Style haben die auf alle Fälle. 😛


Teilen
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.